Wer eine Umzugsfirma anruft und als Erstes fragt, was der Umzug kostet, bekommt meistens eine Gegenfrage. Das ist kein Ausweichen. Zwei Wohnungen mit 70 Quadratmetern können sich im Preis deutlich unterscheiden, je nachdem, wie voll sie sind, in welcher Etage sie liegen und ob der Lkw vor der Tür parken kann.
Trotzdem muss niemand blind planen. Wer weiß, welche Faktoren den Preis bestimmen, kann Angebote besser einschätzen. Und wer eine konkrete Zahl möchte, bekommt sie bei uns über den Preisrechner in etwa zwei Minuten.
Wie viel Umzugsgut und wie viele Leute?
Die folgende Übersicht zeigt, mit welchem Volumen und welcher Teamgröße wir bei normal eingerichteten Haushalten rechnen. Beides ist die Grundlage jedes Angebots.
| Wohnung | Umzugsgut | Team |
|---|---|---|
| WG-Zimmer | 5–8 m³ | 2 Personen |
| 1 Zimmer, ca. 35 m² | 10–13 m³ | 2 Personen |
| 2 Zimmer, ca. 60 m² | 18–22 m³ | 3 Personen |
| 3 Zimmer, ca. 80 m² | 24–30 m³ | 3 Personen |
| 4 Zimmer, ca. 110 m² | 33–42 m³ | 4 Personen |
| Haus, ca. 140 m² | 45–60 m³ | 4–5 Personen |
Wie stark der Preis innerhalb einer Wohnungsgröße schwankt, hängt von den Faktoren unten ab. Eine sparsam eingerichtete Wohnung mit Aufzug ist schnell umgezogen, eine volle Altbauwohnung im vierten Stock braucht deutlich länger.
Wovon der Preis abhängt
Die Menge
Der wichtigste Faktor ist das Volumen, gemessen in Kubikmetern. Als grobe Faustregel kommt auf einen Quadratmeter Wohnfläche ein Drittel Kubikmeter Umzugsgut. Ein voller Keller, ein Dachboden oder eine Garage können aber schnell fünf bis zehn Kubikmeter extra bedeuten. Deshalb fragen wir bei der Besichtigung immer auch nach diesen Räumen.
Etagen, Aufzug und Laufweg
Jede Etage ohne Aufzug kostet Zeit. In der Weststadt, in Bergheim und in Neuenheim gibt es viele Gründerzeithäuser mit hohen Decken, in denen der dritte Stock gefühlt ein fünfter ist. Genauso wichtig ist der Weg von der Haustür zum Lkw. Dreißig Meter mehr, jeweils hin und zurück, summieren sich bei hundert Kartons auf mehrere Kilometer.
Parken und Halteverbot
Ohne Halteverbotszone parkt der Lkw dort, wo Platz ist. In vielen Heidelberger Straßen ist das nicht vor der Tür. Eine Halteverbotszone kostet zwar Gebühren, spart aber meist ein Vielfaches an Tragezeit wieder ein.
Strecke
Innerhalb Heidelbergs spielt die Entfernung kaum eine Rolle. Bei einem Umzug nach Mannheim, Sinsheim oder Karlsruhe kommen Fahrzeit und Kilometer dazu, bei Fernumzügen werden sie zum größten Posten.
Zusatzleistungen
Einpacken, Auspacken, Küchenmontage, Einlagerung oder Entsorgung sind einzeln buchbar. Sie machen einen Umzug bequemer, aber auch teurer. Im Angebot sollte jede dieser Leistungen als eigener Posten stehen, damit Sie entscheiden können, was Ihnen das wert ist.
Ein Rechenbeispiel aus der Weststadt
Familie K. zieht von einer Altbauwohnung in der Weststadt in eine Neubauwohnung in Rohrbach. Drei Zimmer, 78 Quadratmeter, normal eingerichtet. Die alte Wohnung liegt im dritten Stock ohne Aufzug, vom Haus bis zur nächsten freien Parkfläche sind es rund dreißig Meter. Die neue Wohnung ist im zweiten Stock, mit Aufzug. Möbel sollen ab- und aufgebaut werden, die Kartons packt die Familie selbst, wir liefern sie.
Im Angebot standen damit diese Posten, jeder mit eigenem Betrag:
- Team mit drei Personen und Lkw für Laden und Entladen von rund 26 Kubikmetern
- Zuschlag für drei Etagen ohne Aufzug und den längeren Trageweg in der Weststadt
- Ab- und Aufbau der Möbel
- Halteverbotszonen an beiden Adressen
- 39 Umzugskartons, vorab geliefert
Am größten war der erste Posten, am meisten diskutiert wurde das Halteverbot. Am Ende war es der Posten, der am Umzugstag die meiste Zeit gespart hat. Mit einem flexiblen Termin wäre es etwas günstiger geworden, mit unserem Einpackservice entsprechend teurer. Genau diese Rechnung macht unser Preisrechner, nur mit Ihren Angaben.
Was teurer wird, als viele denken
Die meisten Überraschungen entstehen nicht bei den großen Möbeln, sondern bei den Dingen, an die vorher niemand gedacht hat.
- Der Keller. Er wird bei der Besichtigung gern vergessen und ist dann am Umzugstag doppelt so voll wie angegeben.
- Fahrräder, Gartenmöbel, Werkzeug. Alles sperrig, alles braucht Platz im Lkw.
- Die Waschmaschine. Sie braucht eine Transportsicherung. Fehlt die, muss sie besorgt oder die Maschine besonders gesichert werden.
- Ein Schrank, der nicht durchs Treppenhaus passt. Wird das erst am Umzugstag klar, wird es kompliziert. Bei der Besichtigung fällt so etwas auf.
- Wartezeit. Wenn der Schlüssel für die neue Wohnung erst um 14 Uhr übergeben wird, steht der volle Lkw vorher herum.
Bei einem echten Festpreis tragen wir dieses Risiko, solange die Angaben bei der Besichtigung stimmen. Bei einer Abrechnung nach Stunden tragen Sie es.
Festpreis oder Stundenlohn?
Viele Umzugsfirmen rechnen nach Stunden ab: so und so viele Euro pro Mann und Stunde, plus Lkw, plus Anfahrt. Das klingt transparent, hat aber einen Haken. Niemand weiß vorher, wie lange es dauert, und jede Verzögerung geht zu Ihren Lasten. Ein Kostenvoranschlag auf Stundenbasis darf außerdem in gewissem Umfang überschritten werden.
Wir arbeiten ausschließlich mit Festpreisen. Das zwingt uns, vorher genau hinzusehen und gut zu planen. Dafür wissen Sie schon beim Unterschreiben, was auf der Rechnung steht. Was beim Gegenüberstellen mehrerer Angebote zählt, lesen Sie in unserem Ratgeber zur Wahl der Umzugsfirma.
Sparen, ohne am falschen Ende zu sparen
Der größte Hebel ist die Menge. Alles, was Sie vor dem Umzug verkaufen, verschenken oder entsorgen, müssen Sie nicht bezahlen, um es zu tragen. Ein Nachmittag im Keller macht sich auf der Rechnung bemerkbar.
Weitere Möglichkeiten:
- Kartons selbst packen und nur Küche und Gläser von Profis verpacken lassen.
- Einen flexiblen Termin anbieten, gern in der Monatsmitte statt zum Ersten.
- Kleinkram wie Pflanzen, Lampen und Bilder vorher selbst mit dem Auto fahren.
- Einen Teil der Kosten von der Steuer absetzen.
Steuertipp: Bei einem privat veranlassten Umzug können Sie 20 Prozent der Arbeitskosten als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuerschuld abziehen, höchstens 4.000 Euro im Jahr. Zieht man um, weil die Arbeit es verlangt, etwa für eine neue Stelle oder einen erheblich kürzeren Weg ins Büro, gelten die Kosten als Werbungskosten. In beiden Fällen brauchen Sie eine Rechnung und müssen per Überweisung bezahlen. Im Zweifel fragen Sie Ihre Steuerberatung.
Wovon wir abraten: am Halteverbot sparen, wenn absehbar ist, dass vor dem Haus nichts frei sein wird. Oder das billigste Angebot nehmen, ohne zu prüfen, warum es so billig ist. Wie man unseriöse Angebote erkennt, lesen Sie in unserem Beitrag über Warnzeichen bei Umzugsfirmen.
Häufige Fragen zu Umzugskosten
Wie bekomme ich einen genauen Preis?
Am schnellsten über unseren Preisrechner: sieben Fragen, danach sehen Sie den Betrag mit allen Posten. Nach einem kurzen Rückruf gilt er als Festpreis. Nach Stunden rechnen wir nicht ab.
Ist eine Besichtigung wirklich nötig?
Für kleine Umzüge genügt oft der Online-Rechner mit kurzem Rückruf. Bei Häusern, verwinkelten Altbauten oder vielen Sonderstücken empfehlen wir eine Besichtigung, vor Ort oder per Video. Sie ist kostenlos.
Wann muss ich bezahlen?
Bei uns nach dem Umzug, per Überweisung, bar oder mit EC-Karte. Vorkasse verlangen wir nicht.


