Mick Umzüge

Die richtige Umzugsfirma finden

Drei Angebote, drei völlig verschiedene Preise. Wer Umzugsfirmen vergleicht, vergleicht oft Äpfel mit Birnen. Wir zeigen, worauf es ankommt, und zwar auch an Stellen, an denen wir selbst nicht immer die Günstigsten sind.

18. September 20264 Minuten LesezeitRedaktion Mick Umzüge

Die meisten Menschen ziehen nur wenige Male im Leben mit einer Umzugsfirma um. Entsprechend wenig Erfahrung haben sie damit, Angebote zu beurteilen. Und die Branche macht es ihnen nicht leicht: Die einen rechnen nach Stunden, die anderen pauschal, manche nennen am Telefon einen Preis, andere wollen erst kommen.

Wir haben in über zehn Jahren viele fremde Angebote auf dem Küchentisch unserer Kunden gesehen. Hier ist, was wir aus diesen Gesprächen gelernt haben.

Wie viele Angebote sinnvoll sind

Mit drei Vergleichsangeboten sind Sie gut bedient. Jedes weitere bedeutet einen zusätzlichen Besichtigungstermin, denn ohne Blick in die Wohnung kalkuliert keine ordentliche Firma. Suchen Sie gezielt nach Unternehmen mit Sitz in Ihrer Region. Eine Firma aus Heidelberg kennt die Straßen, die Behörden und die Parksituation und hat keine langen Anfahrtswege, die Sie mitbezahlen.

Vorsicht bei Vergleichsportalen, auf denen Sie einmal Ihre Daten eingeben und dann von zehn Firmen angerufen werden. Dort landen Ihre Angaben oft bei Vermittlern, die Aufträge weiterverkaufen. Wer am Ende tatsächlich vor Ihrer Tür steht, wissen Sie dann nicht.

Die Besichtigung ist kein Verkaufsgespräch

Eine gute Besichtigung dauert zwanzig bis dreißig Minuten. Die Person schaut in jeden Raum, öffnet Schränke, fragt nach Keller, Dachboden und Garage, sieht sich Treppenhaus und Straße an und will wissen, wie es an der neuen Adresse aussieht. Sie fragt auch nach Dingen, die nicht mitkommen.

Wer nur fünf Minuten im Wohnzimmer steht und dann einen Preis nennt, schätzt. Das kann gutgehen. Wenn nicht, stellt sich am Umzugstag heraus, dass der Lkw zu klein ist oder zwei Leute fehlen. Und dann wird nachverhandelt. Für kleinere Umzüge ist eine Videobesichtigung eine gute Alternative, solange Sie wirklich alles zeigen.

Was in einem Angebot stehen muss

Damit Sie Angebote vergleichen können, sollten sie mindestens diese Punkte enthalten:

  • Volumen in Kubikmetern. Unterscheiden sich die Angebote hier deutlich, hat jemand falsch geschätzt.
  • Anzahl der Mitarbeiter und Fahrzeuge. Und wie lange sie eingeplant sind.
  • Alle Leistungen einzeln: Montage, Küche, Einpacken, Auspacken, Material, Halteverbot, Entsorgung, Möbelaufzug.
  • Art des Preises: Festpreis, Kostenvoranschlag oder Stundensatz. Das ist der wichtigste Unterschied überhaupt.
  • Haftung und Versicherung: gesetzliche Haftung und gegebenenfalls Zusatzversicherung.
  • Zahlungsbedingungen: wann, wie und an wen.
  • Vollständige Firmendaten: Anschrift, Ansprechpartner, Telefon, Steuer- oder Handelsregisternummer.

So vergleichen Sie fair: Legen Sie die Angebote nebeneinander und streichen Sie bei jedem die Posten, die die anderen nicht enthalten. Rechnen Sie bei Stundenangeboten mit der realistischen Dauer, nicht mit der optimistischsten. Erst dann sehen Sie, welches Angebot wirklich günstiger ist.

Fragen, die Sie stellen sollten

Die Antworten auf diese Fragen sagen oft mehr über ein Unternehmen als jeder Preis:

  1. Arbeiten bei Ihnen fest angestellte Mitarbeiter oder Tageskräfte?
  2. Geben Sie Aufträge an Subunternehmer weiter?
  3. Wer ist am Umzugstag mein Ansprechpartner vor Ort?
  4. Was passiert, wenn der Umzug länger dauert als geplant?
  5. Wie läuft es ab, wenn etwas beschädigt wird?
  6. Was ist im Preis enthalten, und was könnte am Umzugstag noch dazukommen?
  7. Wann und wie bezahle ich?

Gute Firmen beantworten diese Fragen ohne Zögern. Wenn jemand bei der Frage nach Subunternehmern ausweicht, wissen Sie Bescheid.

Bewertungen richtig lesen

Bewertungen bei Google sind für viele der erste Anhaltspunkt, und das zu Recht. Aber es lohnt sich, genauer hinzuschauen:

  • Verteilung statt Durchschnitt. Ein Unternehmen mit 4,7 Sternen aus 150 Bewertungen ist aussagekräftiger als eines mit 5,0 aus acht.
  • Konkrete Inhalte. Echte Bewertungen erzählen oft Details: den Stadtteil, das schwere Klavier, die enge Treppe. Viele gleich klingende Fünf-Sterne-Kurztexte innerhalb weniger Tage sind ein Warnsignal.
  • Der Umgang mit Kritik. Jede Firma hat mal einen schlechten Tag. Wie sie auf eine negative Bewertung antwortet, sagt viel darüber, wie sie mit Ihnen umgehen würde, wenn etwas schiefgeht.
  • Das Alter der Bewertungen. Wenn die letzten Einträge Jahre alt sind, hat sich in der Firma vielleicht viel verändert.

Gütesiegel und Mitgliedschaften

Es gibt Branchenverbände und eine europäische Norm für Umzugsdienstleistungen. Eine Mitgliedschaft oder Zertifizierung zeigt, dass sich ein Unternehmen bestimmten Standards verpflichtet hat. Sie ist aber kein Muss, gerade kleinere Familienbetriebe verzichten oft darauf. Wichtiger als ein Logo auf der Website ist, ob die Firma die Fragen oben überzeugend beantwortet.

Wann das günstigste Angebot das richtige ist

Manchmal. Wenn es vollständig ist, als Festpreis gilt, eine ordentliche Besichtigung stattgefunden hat und die Firma einen guten Eindruck macht, spricht nichts dagegen. Misstrauisch werden sollten Sie, wenn ein Angebot deutlich unter allen anderen liegt. Dann fehlt meist etwas, oder es wird später nachgefordert. Woran Sie unseriöse Angebote erkennen, haben wir in einem eigenen Beitrag über Warnzeichen bei Umzugsfirmen zusammengestellt.

Am Ende zählt auch das Gefühl. Sie lassen fremde Menschen in Ihre Wohnung, die Ihre persönlichen Sachen in die Hand nehmen. Wenn Ihnen jemand bei der Besichtigung nicht geheuer ist, ist das ein ausreichender Grund, sich anders zu entscheiden.

Reden wir über Ihren Umzug

Erzählen Sie uns kurz, was ansteht. Wir melden uns, sehen uns die Wohnung an und schicken Ihnen danach einen schriftlichen Festpreis.

Lieber direkt sprechen? 06221 7239240

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