Mick Umzüge

Umzug planen: der Zeitplan, mit dem es klappt

Ein Umzug ist kein Tag, sondern ein Projekt über zwei bis drei Monate. Wer früh die richtigen Dinge anstößt, hat am Ende weniger Stress und spart oft Geld. Hier ist unser Zeitplan, so wie wir ihn auch Freunden geben würden.

7. September 20264 Minuten LesezeitRedaktion Mick Umzüge

Die meisten Umzüge, die schiefgehen, scheitern nicht am Tragen. Sie scheitern an Kleinigkeiten, die zu spät aufgefallen sind: Die Halteverbotszone wurde nicht rechtzeitig beantragt, der Schlüssel für die neue Wohnung kommt erst nachmittags, die Waschmaschine hat keine Transportsicherung, und die Kinder haben ausgerechnet an dem Tag einen Arzttermin.

Unser Zeitplan ist so aufgebaut, dass die Dinge mit langer Vorlaufzeit zuerst kommen. Sie müssen nicht jeden Punkt abhaken. Aber wenn Sie ihn einmal durchgehen, wissen Sie, was ansteht.

Drei Monate vorher

Die gesetzliche Kündigungsfrist für Mieter beträgt drei Monate, unabhängig davon, wie lange Sie in der Wohnung gewohnt haben. Kündigen Sie schriftlich, mit Unterschrift aller Mieter, und rechtzeitig: Liegt das Schreiben bis zum dritten Werktag des Monats beim Vermieter, wird dieser Monat bereits mitgezählt. Was sonst noch rechtlich zu beachten ist, steht in unserem Beitrag über Fristen und Pflichten beim Umzug.

  • Mietvertrag kündigen oder Nachmieter-Regelung mit dem Vermieter besprechen
  • Umzugstermin grob festlegen, möglichst nicht am Monatsersten oder an einem Samstag im Sommer
  • Angebote von Umzugsfirmen einholen und Besichtigungen vereinbaren
  • Urlaub für den Umzugstag und den Tag danach beantragen
  • Kita, Schule, Verein: Wechsel frühzeitig ansprechen

Sechs bis acht Wochen vorher

Jetzt wird es konkret. Entscheiden Sie sich für eine Umzugsfirma und lassen Sie sich das Angebot schriftlich geben. Wenn Sie selbst umziehen, reservieren Sie jetzt den Transporter, gerade zum Monatsende sind die großen Fahrzeuge in Heidelberg schnell weg.

  • Umzugsfirma beauftragen oder Transporter reservieren
  • Ausmisten beginnen: Keller, Dachboden, Abstellkammer
  • Sperrmüll anmelden, die Termine sind oft erst Wochen später frei
  • Maße der neuen Wohnung nehmen und überlegen, was wohin kommt
  • Prüfen, ob die Küche in die neue Wohnung passt

Unser Tipp: Fotografieren Sie Rückseiten von Fernseher, Router und Computer, bevor Sie die Kabel abziehen. Am neuen Ort sparen Sie sich damit eine halbe Stunde Rätselraten.

Vier Wochen vorher

  • Halteverbotszone beantragen, wenn die Umzugsfirma das nicht übernimmt
  • Nachsendeauftrag bei der Post einrichten
  • Strom, Gas, Internet ummelden oder kündigen, Internetanbieter brauchen oft mehrere Wochen
  • Termin beim Bürgeramt für die Ummeldung vereinbaren, in Heidelberg online möglich
  • Übergabetermine für alte und neue Wohnung mit den Vermietern abstimmen
  • Kartons besorgen und mit dem Packen der selten genutzten Dinge anfangen

Zwei Wochen vorher

Jetzt wird gepackt. Fangen Sie mit allem an, was Sie bis zum Umzug nicht brauchen: Bücher, Deko, Winterkleidung im Sommer oder Sommerkleidung im Winter. Ein Zimmer nach dem anderen, nicht überall ein bisschen.

  • Bücher in kleine Kartons, sie werden sonst zu schwer
  • Teller hochkant packen, nicht flach, mit Papier dazwischen
  • Jeden Karton mit Raum und grobem Inhalt beschriften, auf zwei Seiten
  • Kühlschrank leer essen und Vorräte reduzieren
  • Nachbarn im alten und im neuen Haus Bescheid geben

Die letzte Woche

  • Möbel abbauen, die Sie nicht mehr brauchen, oder mit der Umzugsfirma klären, wer das macht
  • Waschmaschine mit Transportsicherung versehen, Gefrierschrank abtauen
  • Eine Kiste Nummer eins packen, siehe unten
  • Wertsachen, Papiere und Medikamente gesondert in eine Tasche, die bei Ihnen bleibt
  • Bargeld für Getränke und Kleinigkeiten bereithalten
  • Kinder und Haustiere für den Umzugstag unterbringen

Die Kiste Nummer eins

In diese Kiste kommt alles, was Sie am ersten Abend in der neuen Wohnung brauchen, ohne dass Sie zwanzig Kartons öffnen müssen: Toilettenpapier, Handtücher, Bettwäsche, Ladegeräte, eine Rolle Müllbeutel, Schere, Teppichmesser, Glühbirnen, Kaffee und Tassen, Zahnbürsten, ein paar Snacks. Sie fährt als Letztes ein und als Erstes wieder raus, oder gleich im eigenen Auto mit.

Am Umzugstag

Seien Sie morgens vor Ort, wenn das Team kommt. Gehen Sie einmal gemeinsam durch die Wohnung und zeigen Sie, was mitkommt, was bleibt und was besonders empfindlich ist. Danach müssen Sie nicht danebenstehen, sollten aber erreichbar sein.

  • Zählerstände in der alten Wohnung ablesen und fotografieren
  • Am Ende jeden Raum, Keller und Dachboden kontrollieren
  • Übergabeprotokoll mit dem Vermieter machen, gegebenenfalls Schlüssel zurückgeben
  • In der neuen Wohnung ebenfalls Zählerstände notieren
  • Sichtbare Schäden am Umzugsgut sofort mit dem Teamleiter aufnehmen

Die erste Woche danach

Ab dem Einzug läuft eine Frist von 14 Tagen für die Anmeldung beim Bürgeramt. Dafür brauchen Sie die Wohnungsgeberbestätigung vom Vermieter. Danach folgen die Adressänderungen bei Bank, Versicherungen, Arbeitgeber, Krankenkasse, Rundfunkbeitrag und im Fahrzeugschein, falls Sie ein Auto haben.

Und dann: auspacken, aber nicht alles an einem Wochenende. Küche, Bad und Schlafzimmer zuerst. Der Rest darf ruhig ein paar Tage in Kartons stehen, das ist normal.

Wenn es schnell gehen muss

Nicht jeder hat drei Monate. Bei Trennungen, einem kurzfristigen Jobangebot oder einem Heimplatz bleiben manchmal nur ein paar Tage. Dann lohnt es sich, Arbeit abzugeben: Eine Umzugsfirma, die auch packt, schafft eine Dreizimmerwohnung in zwei Tagen von voll bis eingerichtet. Wir bekommen solche Anfragen regelmäßig und können Besichtigungen oft innerhalb von 24 Stunden anbieten.

Reden wir über Ihren Umzug

Erzählen Sie uns kurz, was ansteht. Wir melden uns, sehen uns die Wohnung an und schicken Ihnen danach einen schriftlichen Festpreis.

Lieber direkt sprechen? 06221 7239240

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